APO William Megrez 72:

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APO William Megrez 72

Testberichte


Der William Megrez 72 - ein Beobachtungsbericht

Die meisten Sternfreunde verwenden den Megrez 72 als Aufnahmegerät für die Astrofotografie, vor allem in Verbindung
mit dem Bildfeldebner von TS, dem TSFLAT2. Dabei macht der Refraktor auch in der Beobachtung eine gute Figur.
Er eignet sich, durch seine kompakten Dimensionen besonders gut als Reisegerät.
... Link zum Megrez 72 im Onlineshop von TS

 William Megrez 72

Beobachtungsbericht - September 2008

 
Unter guten Bedingungen bei einer Grenzgröße von 6m3 und einer schön hellen Wintermilchstraße, die Sternhaufen wie M35, M47 und NGC 2244 problemlos mit bloßem Auge erkennen ließ, hatte der Megrez 72 auf Mallorca sein „First Light“.
 
 
Beginnend im Fornax wurde der große planetarische Nebel NGC 1360 aufgesucht, leider bereits deutlich nach der Kulmination auf nur noch 15° Höhe. Dennoch ließ sich sogar die unregelmäßige Helligkeitsverteilung innerhalb des Nebels angedeutet wahrnehmen.
 
Danach versuchte ich mich an den Reflexionsnebeln der Plejaden. Mit viel indirektem Sehen tauchte schließlich ein schwacher Hauch um die hellsten Plejadensterne auf, zusammen mit dem großen Gesichtsfeld von ca. 5° im TSWA 32 ein wunderbarer Anblick.
 
Weitfeldbeobachtungen sind natürlich eine Stärke des kleinen Williams, so passte z.B. neben h und chi Persei noch locker Stock 2 ins gleiche Gesichtsfeld, auch das Schwert des Orion hatte beeindruckend viel Feld drumherum. Der Orionnebel selbst zeigte viele Details, so war bei gutem Seeing und hoher Vergrößerung auch die Zentralregion trotz der kleinen Öffnung wirklich sehenswert, ich meinte am Trapez sogar gelegentlich ein schwaches, fünftes Sternchen aufblitzen zu sehen, möglicherweise also die E-Komponente. Auch der Nebelbogen bei iota Orionis war deutlich zu erkennen. Der Flammennebel NGC 2024 war als schwaches zweigeteiltes Nebelwölkchen ebenfalls eindeutig wahrzunehmen.
 
Mit dem TSWA 38 im OAZ ergab sich ein nochmals größeres Gesichtsfeld von ca. 6°, in das die drei Fuhrmann-Haufen M36, M37 und M38 so gerade eben gemeinsam hineinpassten. Weiter südwärts ging es Richtung  M46 und M47, die wunderbar miteinander kontrastierend in der Milchstraße glitzerten. Es ist wirklich ein Genuß, mit diesem riesigen Gesichtsfeld durch die Milchstraße zu surfen.
 
Die Anschaffung des kleinen Refraktors hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Optik zeigt refraktortypisch nadelfeine Sterne, vom Restfarbfehler habe ich an Rigel bei 86x nichts bemerkt. Das erzielbare Gesichtsfeld ist schlicht und ergreifend grandios. Der OAZ ist mehr als solide, einzig und allein die Taukappe hätte etwas länger ausfallen dürfen, das Objektiv beschlägt doch recht schnell. Aber vom Preis-Leistungsverhältnis her gibt es überhaupt nix zu meckern.
 
Viele Grüße und immer CS
Volkmar

 


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