Ein Leistungsvergleich zwischen dem Skywatcher ED
120/900mm, dem Skywatcher EQUINOX 120/900mm
und dem Triplet APO 127/952mm (Individual)
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Der neue 127mm Triplet APO mit 952mm ist in aller Munde - oft werden wir
gefragt, ob es überhaupt möglich ist, für unter 1500,- einen APO auf den
Markt zu bringen, der auch optisch das bringt, was ein "apochromatisches
Triplet Objektiv" verspricht. Wir haben als Vergleich zwei ED Optiken herangenommen, die ebenso in der Preisklasse, bzw. darunter zu finden sind und in einer ähnlichen Leistungsklasse spielen: Skywatcher ED mit 120mm Öffnung / 900mm Brennweite ............................................. Euro 1098,- EQUINOX Halbapo mit 120mm Öffnung / 900mm Brennweite ........................................ Euro 1498,- Triplet APO mit 127mm Öffnung / 952mm Brennweite ................................................... Euro 1498,- Ein Leistungsvergleich zwischen Skywatcher ED 120/900mm, dem Equinox 120 und dem Individual Triplet 127/820mm wir haben die Geräte auf der optischen Bank und auch in der praktischen und auch fotografischen Anwendung verglichen. Vergleich auf der optischen Bank - wie gut bilden die Optiken ab: Individual Triplet 127 Das Objektiv musste erst zentriert werden, bevor wir es testen konnten. Die Justierung ist aber kein Problem gewesen. Danach war die Sternabbildung schön symmetrisch. Ab ca. 100fach war aber ein deutlicher Farbfehler sichtbar, den wir bei einem Triplet Objektiv so nicht erwartet hätten. Ab ca. 250fach waren auch minimale Dezentrierungen sichtbar, die aber in der Praxis keine Rolle spielen. Skywatcher ED 120 Das Objektiv ist in perfekter Kollimation angekommen. Auch der ED hat ab ca. 100fach einen Farbfehler. Allerdings hat die zweilinsige Optik keine störenden Zentierfehler im hohen Vergrößerungsbereich. Equinox 120 Das Objektiv ist ebenfalls in perfekter Kollimation angekommen. Der Equinox hat etwas weniger Farbfehler, als der ED 120 und deutlich weniger Farbfehler, als der Triplet 127. Fazit: Abgesehen von 7mm Öffnungsunterschied, der aber kaum sichtbar ist, schenken sich die Optiken in der Praxis am Himmel nichts. Überraschend ist, daß der Farbfehler des zweilinsigen ED Refraktors nicht größter ist, als der des Dreilinsers. Vergleich der Mechanik: Der Skywatcher ED 120 wirkt vom Aufbau her etwas einfacher und er wirkt deutlich kompakter. Der Equinox 120 wirkt sehr gediegen und elegant (William Optics Level). Der Tubus des Individual 127 ist dicker und auch die Tauschutzkappe wirkt mächtiger. Man glaubt fast, einen Refraktor mit 150mm Öffnung vor sich zu haben. Dagegen wirken der Skywatcher ED 120 und der Equinox 120 fast schon zierlich. Eine schöne Sache bei dem Individual ist die einschiebbare Tauschutzkappe, welche den Transport vereinfacht. Man sollte aber nach einigen Jahren etwas Filz nachlegen, denn ansonsten kann die Tauschutzkappe langsam zu leichtgängig werden. Für das Aufstecken von Sonnenfiltern ist die Tauschutzkappe im ausgefahrenen nicht gut geeignet, weil diese nicht korrekt zur optischen Achse ist. Man sollte dann die Tauschutzkappe in eingefahrenen Zustand belassen, denn dann ist eine genaue Lage gegeben und die Verwendung von Objektivsonnenfiltern möglich. Gleiches gilt für den Equinox, auch der hat eine Tauschutzkappe, die einschiebbar ist. Die Transportlänge des Equinox ist um gut 10cm kürzer, als die des Triplet APOs. Beim Skywatcher ED 120 wird eine normale Tauschutzkappe verwendet, die fix am Gerät befestigt ist. Die Okularauszüge im Vergleich: Grundsätzlich ist zu sagen, daß 2" Okularauszüge bei derartigen Optiken fotografisch eine Einschränkung darstellen. Die Chips werden immer größer und 2" kann große oder auch mittelgroße Chips nicht mehr ausleuchten. Randabschattung ist gewiss. Alle drei Geräte haben einen 2" Okularauszug. Beim Equinox ist die Ausleuchtung noch am besten, beim Triplet 127 und dem ED 120 ist die Ausleuchtung vergleichbar. Der typische Chip von DSLR Kameras wird bei allen Geräten voll ausgeleuchtet. Der 2" Okularauszug des Individual verfügt über eine 1:10 Micro Untersetzung. Das ist angenehm für die Fotografie. Allerdings hat der Auszug ein paar Nachteile. Der wichtigste ist, daß der Auszug leider eine Schieflage hatte. Das ist zwar bei der Beobachtung kaum merkbar, fällt aber bei der Fotografie gravierend auf. Wir konnten mit einiger Mühe den Auszug des 127 dann einjustieren, das Auszugsrohr war nicht sauber gelagert. Der 2" Okularauszug des Skywatcher hat leider keine 1:10 Micro Untersetzung. Aber selbst wenn das Rohr weit herausgezogen ist, ist kein Verkanten feststellbar. Eindeutiger Testsieger im Vergleich ist der Auszug des Equinox 120. Der Auszug läuft sauber und exakt entlang der optischen Achse. Ein Verkippen ist selbst bei 2kg Zulade Gewicht nicht feststellbar und die 1:10 Micro Untersetzung ist sehr sauber und genau. Die Ausstattung: Der Individual Triplet 127 kommt in einem Hartschalen Koffer mit Innenausnehmungen. Der Koffer dient als Unterbringung, ist aber nicht für ruppigen Transport geeignet. Bei vorsichtiger Handhabung ist er gut für den Transport geeignet. Mit dabei sind auch ein 2" Zenitspiegel und ein 8x50 Sucher, so dass von einer guten Gesamtausstattung gesprochen werden kann. Auch die Schellen sind gut verarbeitet. Sehr praktisch ist der Tragegriff. Der Skywatcher ED 120 kommt nur mit Schellen und einem 8x50 Sucher. Es ist kein okularseitiges Zubehör enthalten. Der Equinox 120 kommt in einem schönen Hartschalenkoffer mit Alu Beschläge, er macht den stabilsten Eindruck. Ebenso ist beim Equinox ein 2" Zenitspiegel enthalten. Die Transportabilität: Hier liegen Welten zwischen den Geräten - Der Skywatcher ED 120 ist mit 5,2kg ein wirkliches Leichtgewicht, welches auch von kleineren Montierungen, wie der EQ5 oder ADM gut getragen wird. Der Individual Triplet ist mit über 10kg Eigengewicht dagegen ein wirkliches Schwergewicht, der schon größere und teurere Montierungen braucht. Der Equinox 120 ist nur um ca. 1kg schwerer, als der Skywatcher ED und damit noch immer deutlich leichter, als der Triplet APO. Zudem ist der Equinox das Gerät mit der kürzesten Baulänge. Unser Fazit: Überraschend war, dass optisch der Skywatcher ED 120 und der Triplet Apo in der gleichen Klasse spielen. Die Unterschiede sind, wie weiter unten am Sterntest ersichtlich, eher vernachlässigbar. Der Equinox hat deutlich weniger Farbfehler, als der Triplet Apo und wird deshalb sicher etwas mehr am Planeten und Mond zeigen, trotz der kleineren Öffnung. Die 7mm fallen da nicht ganz so ins Gewicht. Der Individual kann mit einer umfangreichen Ausstattung punkten, genau, wie der Equinox 120. Der Skywatcher ED 120 überzeugt hingegen durch einen wirklich günstigen Preis. Für Sternfreunde mit astrofotografischen Ambitionen, erachten wir den Equinox als die beste Wahl. Der Auszug und der am besten korrigierte Farbfehler sprechen eindeutig für das Gerät. Der ED 120 und der Triplet APO stehen da etwas dahinter, wobei der ED120 ebenfalls mit besseren Auszügen ausstattbar ist. Bei allen drei Geräten benötigt man, für eine wirklich gute Feldschärfe, den Flattener von TS ........ Link zum Flattener |
Ein optischer Vergleich zwischen
Skywatcher ED 120/900mm
EQUINOX 120/900mm
Triplet APO 127/952mm
Der Skywatcher und der Equinox haben die gleiche Öffnung und die
gleiche Brennweite. Sie haben aber
unterschiedliche Objektive, wie der folgende Test zeigt. Interessant ist
natürlich auch der Vergleich zum
Triplet APO:
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Skywatcher ED 120/900mm - ein preiswerter und guter ED
Refraktor
Link zur Präsentation des Skywatcher ED 120 im Shop von Teleskop-Service
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Skywatcher EQUINOX 120/900mm -
ein sehr schöner ED Refraktor mit ausgefeilter Mechanik
Link zur Präsentation des Skywatcher EQUINOX 120 im Shop von Teleskop-Service

Triplet APO 127/952mm - Refraktor mit Triplet Objektiv
Link zur Präsentation des Individual Triplet im Shop von Teleskop-Service
| Mechanische Unterschiede: mechanisch und in der Ausstattung sind die Unterschiede sehr klar:
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Unterschiede in der Optik:
Getestet werden beide Geräte unter identen
Bedingungen auf der Optischen Bank von Teleskop-Service.
Es wird eine Punktlichtquelle exakt in den Fokus der Geräte gebracht. Über einen
halbdurchlässigen Spiegel
wird der Strahl exakt auf der optischen Achse in den Strahlengang gelenkt. Vor
dem Objektiv ist ein Planspiegel
montiert, der das Licht in sich reflektiert. Das ermöglicht, den Stern im
Brennpunkt bei doppelter Fehlergenauigkeit
zu betrachten, auch der Farbfehler wird demzufolge mit doppelter Stärke
dargestellt.
Die Fotos entsprechen einem hellen weißen Stern bei etwa 300facher Vergrößerung.
Aufnahmen von links nach rechts:
-- Stern intrafokal - stark unscharf
-- Stern intrafokal - kurz vor Fokus
-- Stern fokal - kurz belichtet
-- Stern fokal - lang belichtet
-- Stern extrafokal - kurz nach Fokus
-- Stern extrafokal - stark unscharf
Die Aufnahmen wurden immer unter identen
Bedingungen durchgeführt.
Stern innerhalb und außerhalb des Fokus ... Skywatcher ED 120/900

Die Optik ist sauber zentriert und der Farbfehler hält sich stark in
Grenzen. Ansonsten überzeugt die Optik wirklich
durch eine sehr saubere Abbildung.
Stern innerhalb und außerhalb des Fokus ... Skywatcher EQUINOX 120/900

Auch diese Optik überzeugt durch eine saubere Zentrierung und durch
eine vernünftige Abbildung. Sofort ist der
deutlich geringere Farbfehler erkennbar. Die Optik wird in der Praxis kaum mehr
einen störenden Farbfehler zeigen,
blaue Farbsäume bei der Astrofotografie sind deutlich reduziert.
Stern innerhalb und außerhalb des Fokus ... Triplet APO 127/952

Nach erfolgter Zentrierung überzeugt auch die Optik durch eine
einwandfreie Sternabbildung. Deutlich ist aber der
stärkere Farbfehler sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fokus zu sehen. Der
Farbfehler des Triplet 127 ist
stärker ausgeprägt, als beim Equinox 120 und auch minimal stärker, als beim
Skywatcher ED 120.
Fazit:
Alle drei Geräte überzeugen durch eine schöne und zentrische Abbildung. Die
Geräte haben eine sauber gefertigte Optik
ohne nennenswerte Abweichungen, wie Öffnungsfehler, Astigmatismus.... Der
Farbfehler des Equinox ist erstaunlich gering.
Er hat von den drei Geräten das beste Objektiv. Der Triplet
ist, was die Farbkorrektur anbelangt, der "bunteste"
der Geräte, was beweist, dass ein Triplet Objektiv nicht automatisch weniger
Farbe hat.
Fast nebenbenbei konnte der Test beweisen, daß der Skywatcher ED 120 und der
Equinox 120 unterschiedliche Objektive
haben. Auch das war ab und zu ein Gesprächsthema.
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